Op kölsch jesaht 1

Grinkopf in der Kölner Altstadt

“Wo der Här feet, soll och der Deener levve.”

Wo der Herr feiert, soll auch der Diener leben.

Alle haben das gleiche Recht auf die Freuden des Lebens.

 

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© Birgit Maifeld
Zu sehen ist hier ein sogenannter Grinkopf. Laut Legende gehen diese auf eine Geschichte aus dem 11. Jahrhundert zurück. Da soll eine Witwe von einem Kaufmann betrogen worden sein und ist deswegen vor Gericht gezogen. Doch die 12 Schöffen waren bestochen und sprachen den Kaufmann nicht schuldig. Daraufhin ging die Witwe zu Erzbischof Anno und der kannte keine Gnade. Als Strafe für den Betrug ließ er die 13 Männer blenden (also Augen raus) und über die Hauseingänge der Männer zur Strafe Grinköpfe (von grinen = weinen) anbringen.
Soweit die Geschichte, die man bei Führungen hört, tatsächlich hingen die Köpfe über Kellerräumen und dienten als Flaschenzug um schwere Waren in und aus dem Keller zu befördern.