Op kölsch jesaht 37

Weisheit37

“Wä nix hät, hät nix zo verleere.“
Wer nichts hat, hat nichts zu verlieren.

Ohne Besitz geht es einem manchmal besser.

 

Zum Foto:
© Birgit Maifeld
Zu sehen ist hier die “Weckschnapp” am Rheinufer. Einer Legende nach soll der Turm einst als makabres Gefängnis gedient haben. Die Gefangenen bekamen nichts zu essen, in der Zelle hing jedoch von der Decke ein Stück Brot (“Weck”). Das Problem war nur, dass sich darunter eine Falltür befand. Schnappte man nach dem Brot, landete man auf der Falltür und fiel durch einen messerbestückten Schacht direkt in den Rhein. Angeblich soll nur einem Gefangenen jemals die Flucht gelungen sein. Ein junger Mann war so abgemagert, dass er durch die Messer fiel, ohne diese zu berühren.

Wahrscheinlich hat es tatsächlich einen solchen Gefängnisturm gegeben, allerdings ein Stückchen weiter. Bei der heutigen “Weckschnapp” handelt es sich um das Kunibertstürmchen, einst Teil der Stadtbefestigung.